Fridaysforfutur-Exkursion
10.05.2019

Fridaysforfutur-Exkursion

Plakate der FFF Bewegung

Aus Neugier besuchte der Religionskurs der elften Jahrgangsstufe zusammen mit Herrn Elschner eine Fridaysforfutur- Demo.
Wir wollten Eindrücke über die Motivation der Teilnehmenden sammeln. Dafür sprachen wir mit Schülern und Studenten und fragten, ob sie ihre Zukunft in den Händen der Klimapolitik sehen, ob religiöse Motive eine Rolle spielen oder, ob sie einfach nur schulfrei haben wollten.
Angekommen erwartete uns, bei eisiger Kälte, jedoch keine große FFF-Demo wie zuvor in den Medien gesehen, was auf den ersten Blick ernüchternd schien, war es doch gerade die Erfahrung, für die wir gekommen waren.
Mit einigen hundert Teilnehmern auf dem großen Münsterplatz, waren nicht die Menschenmassen, die wir uns vorgestellt hatten. Trotzdem schauten wir uns um und entdeckten zahlreiche Workshops, an denen man sich selbst beteiligen konnte.
Diese sollten uns vor Augen führen, was es für uns in der Stadt erschwert, klimafreundlich zu leben.
Selbst liefen wir im Rahmen einer dieser Stationen in der Stadt herum, mit dem Auftrag, die Breite verschiedener Fußgängerwege auszumessen und die Zeit der Ampelphasen zu ermitteln.
Ziel war hierbei, mögliche Gründe für die vermehrte Nutzung klimaschädlicher Transportmittel in unserer Untersuchung zu finden und eventuell auch mögliche Lösungsansätze für vermehrte klimaneutrale Fortbewegung, das Laufen, aufzudecken.
Tatsächlich nämlich sind viele der Fußgängerwege in Bonn sehr schmal und Ampelphasen unwahrscheinlich kurz.
Andere Workshops klärten über bewusstere Ernährung, nachhaltige Kleidung sowie Möglichkeiten und Grenzen von grünem Strom auf. Man konnte in Argumentationstechniken und in der Herstellung von Transparenten und Kleidungsstücken unterrichtet werden. Eine Gruppe bot Lebensmittel vom Foodsharing an und klärte über die Möglichkeiten dessen auf.
Wissenschaftler der Universität Bonn unterstützten mit Vorträgen und wissenschaftlichem Grundlagenwissen die Veranstaltung in vielen Bereichen.

Was uns ansonsten auffiel: Auch wenn es nicht so viele waren wie erwartet, begegneten wir aufgeweckten und klimabewussten jungen Menschen (Lernende jeden Alters und Studierende vieler Fakultäten) und Wissenschaftlern, denen nicht nur ihre Freizeit, sondern vor allem ihre eigene  und die Zukunft der Anderen und des Ökosystems wichtig ist.
Anstatt nur mit Plakaten auf die Wichtigkeit einer klimafreundlicheren Politik aufmerksam zu machen, konnten alle mehr über die Probleme selbst lernen, was für uns ein besseres Verständnis bedeutet.

Merith Borgen-Möller

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