Medienkompetenz

Medienkompetenz

„Technology makes things possible…

People make things happen.“

Erich Block, Director, National Science Foundation

Aus dem Alltag sind Medien überhaupt nicht mehr wegzudenken und auch im Unterricht werden Schülerinnen und Schüler tagtäglich mit Medien konfrontiert. Dabei sind zwei Bereiche von Medienkompetenz zu unterscheiden:

Einerseits erfolgt ein Lernen mit Medien, bei dem diese als Hilfsmittel eingesetzt werden, Darüber hinaus ergibt sich das Lernen über Medien, das Prozesse der Mediengestaltung und der kritischen Medienreflexion enthält.

Lernen mit Medien

Lernen mit Medien beinhaltet zunächst nicht den Erwerb von Kompetenzen im Umgang mit Medien, sondern nutzt Medien hauptsächlich zur Erarbeitung fachbezogener Inhalte, z.B. beim Zeigen eines Films im Geschichtsunterricht, beim Verwenden eines Laptops bei der Auswertung von Versuchsergebnissen, beim Nachschlagen eines Begriffs bei Wikipedia oder beim Einsatz einer dynamischen Geometriesoftware im Mathematikunterricht.. Diese Nutzung von Medien ist wesentlicher Bestandteil von Lehren und Lernen. Sie kann der Veranschaulichung dienen, unterschiedliche Lerntypen ansprechen und individuelles Lernen fördern.

Darüber hinaus kann das Lernen mit Medien Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzen, autonom und eigenverantwortlich zu arbeiten.

Lernen über Medien

Lernen über Medien beinhaltet den Erwerb von Medienkompetenzen auf den Ebenen der bewussten Anwendung und der kritischen Medienreflexion. Diese Ebenen lassen sich nach Gerhard Tulodziecki weiter differenzieren in

  • Das Auswählen und Nutzen von Medienbeiträgen
  • Das Gestalten und Verbreiten von eigenen Medienbeiträgen
  • Das Verstehen und Bewerten von Mediengestaltung
  • Das Erkennen und Aufbereiten von Medieneinflüssen
  • Das Durchschauen und Beurteilen von Bedingungen der Medienproduktion und Medienverbreitung

In den verschiedenen Jahrgängen und Unterrichtsfächern werden Unterrichtsreihen durchgeführt, die den Erwerb dieser Ebenen von Medienkompetenz einbeziehen und die Prozesse der Mediengestaltung und ihrer Einflüsse thematisieren.

Erworbene Kompetenzen zum „Lernen über Medien“, zum Teil aber auch zum „Lernen mit Medien“ sollen im „Portfolio zum Lernerfolg“ dokumentiert werden.

Die hier gewonnenen Erkenntnisse werden umso bedeutsamer, je mehr Medien in alle Lebensbereiche drängen und in vielfältiger Hinsicht im Umgang mit anderen Menschen und Institutionen einerseits zur selbstverständlichen Voraussetzung werden, andererseits aber auch zu einem außerordentlichen Instrument nicht nur für „gute Ziele“. Selbst bei nicht böswilliger Absicht bietet z. B. das Internet Möglichkeiten, die zu negativen Konsequenzen für die Benutzer führen können. Die Aufgaben, die Pädagogen in dieser Hinsicht zukommen werden, werden immer umfangreicher. Umso wichtiger ist die ständige Reflexion und Aktualisierung medienpädagogischer Arbeit in der Schule, die Einbeziehung der Schülerinnen und Schüler und das Zusammenwirken aller Personen, die zu einem angemessenen Verhalten in sozialen Netzwerken beitragen können.

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