„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“
04.07.2022

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

– Aktionstag an der Europaschule

Seit 2016 ist unsere Schule Teil des bundesweiten Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Beim diesjährigen Aktionstag gegen Antisemitismus und Rassismus an der Europaschule standen die Schüler*innen der Q1 sowie der Jahrgangsstufen 7 und 8 im Mittelpunkt des Geschehens. Insgesamt waren drei Module Bestandteil des Aktionstages.
Rund 30 Schüler*innen der Q1 wurden als Trainer*innen für das Argumentationstraining gegen rechtsextreme Stammtischparolen ausgebildet. Das Peer-Education-Projekt, das die ausgebildeten Q1er in der Regel mit Schüler*innen der Jahrgangsstufe 10 durchführen, soll kommendes Schuljahr wieder an den Start gehen. Kern des Argumentationstrainings ist es, Strategien zu entwickeln, mithilfe derer man im Alltag rechtsextremen Parolen entgegentreten kann. Der Umgang wird dabei unter anderem mithilfe von Rollenspielen geübt und reflektiert. Sollten die Pandemiebedingungen ein Argumentationstraining zulassen, ist auf jeden Fall ein starkes Team gefunden!
Weitere 50 Schüler*innen der Q1 beschäftigten sich mit dem Film „Die Wannseekonferenz“. Im Anschluss an die Filmaufführung in der Aula hatte sich dankenswerter Weise der Drehbuchautor des Films, Magnus Vattrodt, bereit erklärt, den Schüler*innen Rede und Antwort zu stehen. Was folgte war ein äußerst interessanter, kurzweiliger und aufschlussreicher „Blick hinter die Kulissen“. Im Fokus standen dabei Fragen nach dem Spannungsverhältnis zwischen Quellenlage und Verfilmung, dem Weg vom Drehbuch zum fertigen Film und generellen Abläufen bei der Recherche und Herangehensweise. Neben einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit der historischen Thematik fanden somit auch medienpädagogische Aspekte ihren Platz.

Eine dritte Gruppe von Schüler*innen beschäftige sich im Rahmen des „Anne-Frank-Tages“ mit Anne Frank und ihrem Schicksal. Anne Frank wurde von den Nationalsozialisten deportiert und starb 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen. Ihr Tagebuch, das sie als 13-Jährige begann, während sie sich gemeinsam mit ihrer Familie in einem Hinterhaus in Amsterdam vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten versteckt hielt, wurde weltberühmt. Bis heute ist es ein wichtiges Zeugnis nationalsozialistischer Verbrechen – auch einige Klassen der Europaschule hatten sich in den letzten Wochen damit auseinandergesetzt.
Am Aktionstag schlüpfte nun eine Gruppe von Oberstufenschüler*innen in die Lehrer*innenrolle und arbeitete mit den Klassen der Jahrgangsstufen 7 und 8 an verschiedenen Modulen zur Geschichte Anne Franks. Im Rahmen dieses Peer-Education-Projekts besuchten die Schüler*innen eine Wanderausstellung zum Thema „Freundschaft“, die anlässlich des Anne-Frank-Tages in der Oase der Europaschule gastierte. Außerdem konnten die Schüler*innen Zeitzeuginnen mit einer Augmented-Reality-App in den Klassenraum holen und das Tagebuch Anne Franks als Videostory erleben.

Ein abschließendes Zeichen zum Gedenken an Anne Frank und gegen Rassismus setzten die Schüler*innen am Ende des Aktionstages mit zahlreichen Postkarten, die – mit Gedanken, Wünschen und Eindrücken vom Tag beschriftet – in den Fenstern der Europaschule sichtbar bleiben und einem gemeinsamen Foto vor der Europaschule.

Bildergallerie folgt ...

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