Zukunftswerkstatt

Die Zukunftswerkstatt der Europaschule

Mit der Zukunftswerkstatt hat die Europaschule 2009 einen demokratischen Weg der Schulentwicklung begonnen. Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrerinnen und Lehrer haben jeweils in eigenen Zukunftswerkstätten eine Vision der Europaschule 2015 entwickelt. Daraus entstanden die offenen Werkstätten „Gesunde Schule“, „Unterricht – Arbeiten mit Motivation und Neugier“ und „Öffnung der Schule“, in denen Eltern, Lehrer und Schüler gemeinsam an der Umsetzung der Visionen gearbeitet haben. Es wurden konkrete Ziele formuliert und verfolgt.

Eine Prozesssteuergruppe hat die Arbeit der Offenen Werkstätten koordiniert. Diesem Gremium gehörten neben den Vorsitzenden der Schulpflegschaft und der Schülervertretung, drei Mitglieder des Lehrerkollegiums sowie der Schulleiter an. Aufgaben der Steuerungsgruppe waren die Koordination, Kontrolle und Begleitung der Arbeit an den in der Zukunftswerkstatt festgelegten Schwerpunkten, die Vernetzung der Werkstätten, Arbeitskreise und Konferenzen.

Die Hauptarbeit der Zukunftswerkstatt endet mit dem Schuljahr 2014/15

Folgende Bilanz kann am Ende des Schuljahres 2014/15 gezogen werden:

Der Auflistung von Ergebnissen stellen wir die Art und Weise in der wir uns auf den Weg zur Weiterentwicklung unserer Schule gemacht haben voran. Dieses an der Europaschule im Zuge der Zukunftswerkstatt eingeführte Prinzip der Zusammenarbeit stellt für uns eine Errungenschaft an sich dar.

Prinzip der Zusammenarbeit

Der Arbeit in der Zukunftswerkstatt liegt als Prinzip die Demokratisierung von Entscheidungsprozessen innerhalb der Schulgemeinde durch Befragung, Partizipation, Evaluation und Kompromissbildung zugrunde.

Erreichte Ziele:

  • Der Pausengong wurde zu den meisten Zeiten abgestellt und damit eine Beruhigung des Schultages erreicht.
  • Durch eine Befragung zum Angebot des Schulrestaurants „Sunny“ und Austausch und Zusammenarbeit zwischen Schulcaterer und AK gesunde Schule wurden Regelungen für ein ansprechendes und gesundes Mensaangebot vereinbart.
  • Das Schulrestaurant wurde durch Schüler verschönert.
  • Der Schulhof wurde sukzessive ansprechender und bewegungsanregender gestaltet z.B. durch den Bau der Außenoase, der Einrichtung einer Chilloutzone im ehemaligen Schulgarten, den Trimm-Dich Geräten und der Skaterzone.
  • Zur besseren Rhythmisierung des Schuljahres wurden regelmäßige Projektwochen im Herbst und im Sommer eingerichtet. Hier haben jetzt außerunterrichtliche Themen wie „Leben mir Handicap“, „Internet und Sicherheit“, „Globales Lernen“, „Suchtprävention“, „Mobbingfreies Klassenzimmer“, „Berufsorientierung“ oder „Erwachsen werden“ ihren festen Platz
  • Eine regelmäßige Berufsinformationsmesse wurde in der Europaschule etabliert.
  • Die Stundentafel wurde überarbeitet mit Reduzierung der Schienen, um den Stundenplan zu verbessern.
  • Es gibt ein regelmäßiges Feedback der Schülerinnen und Schüler an die Lehrer. Dazu kann der entwickelte Fragebogen oder eine andere Form des Feedbacks genutzt werden.
  • Die Werkstatt Öffnung der Schule hat eine Broschüre erstellt, in der die Kooperation der Europaschule Bornheim mit außerschulischen Partnern dokumentiert wird.
  • Es gibt einen Beschluss der Schulkonferenz, das 60min Stundenraster einzuführen.

Noch ausstehende Ziele:

  • Die konkrete Umsetzung der Umstellung auf 60min Stunden
  • Das Aufstellen eines Trinkbrunnens in der Schulstraße
  • Die Sanierung der weiteren Toilettenanlagen
  • Die Weiterführung der Feedback-Kultur

Diese Ziele werden auch über das Schuljahr 2014/15 hinaus weiter verfolgt.
Zur Aufstellung des Trinkbrunnens und der Sanierung der weiteren Toiletten liegen Zusagen der Stadt sowie Pläne und Finanzierungen vor. Hier zögert eine sehr schleppende Bearbeitung durch die Stadt Bornheim die Umsetzung seit Jahren hinaus.
Die Verwirklichung der Veränderung der Schulstunden auf 60 Minuten erweist sich für ein so großes System wie das der Europaschule schwieriger als erwartet. Wir hoffen mit dem Schuljahr 2016/17 durch die Umstellung auf 60 Minuten eine weitere Beruhigung und Entschleunigung des Schultages erreichen zu können. An einer Ausweitung der Feedbackkultur arbeitet ein Arbeitskreis.

Weitere Ergebnisse der Zukunftswerkstatt

Neben der Umsetzung der ursprünglichen Visionen in konkrete Wirklichkeit sehen wir aber auch in den Erfahrungen, die wir bei der Organisation der Arbeit der Zukunftswerkstatt gesammelt haben, einen wichtigen Gewinn, der auch in die weitere Schulentwicklung eingehen wird. Die Organisation in offenen Werkstätten, die Art und Weise, wie die Elternschaft, die Schülerschaft und das Kollegium jeweils möglichst gut in den Prozess eingebunden werden kann und die Arbeitsweise der Steuergruppe wurden im Laufe der sechs Jahre immer wieder reflektiert und verbessert.

Die Organisationstruktur der Schulentwicklung wird in diesem Organigramm dokumentiert:

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